Bücher von Elisabeth Strack

 


ELISABETH STRACK - PERLEN


AUCH AUF ENGLISCH

Rühle-Diebener-Verlag, Stuttgart.
Dez. 2001
696 Seiten und 657 Abbildungen mit Tabellen, Illustrationen
und geographischen Karten.
ISBN-No. 3-00-008636-6
Preis: Eur 66,-

 

Das neue Perlenbuch von Elisabeth Strack ist im Dezember 2001 herausgekommen. Ihr erstes Buch war unter dem Titel "Perlenfibel" bereits 1982 erschienen und wurde insgesamt sechsmal neu aufgelegt. Die jetzt vorliegende Ausgabe, ursprünglich als 7., überarbeitete Neuauflage geplant, stellt ein vollkommen neues Buch dar. Der Rühle-Diebener-Verlag und die Verfasserin haben sich für einen neuen Buchtitel entschieden, zumal die Bezeichnung "Perlenfibel" vor zwanzig Jahren lediglich ein Zugeständnis an den Zeitgeschmack dargestellt hatte.


Elisabeth Strack hat mit ihrem neuen Buch eine umfassende, gründlich recherchierte Dokumentation vorgelegt. Das Buch besticht durch seine übersichtliche Gliederung, die Vielzahl an Informationen und die hohe Qualität der farbigen Abbildungen, Zeichnungen und Tabellen. Der erste Teil gibt einen mit eindrucksvollen Beispielen illustrierten geschichtlichen Überblick, der vom Altertum bis zum 20. Jahrhundert geht. Ein ausgedehntes Kapitel ist den perlbildenden Mollusken gewidment.. Die Verfasserin hat Tabellen der wissenschaftlichen Namen und Populärnamen konzipiert, die bisher in dieser Form noch nicht vorgelegen haben. Sie dürften sich in Zukunft zu unerläßlichen und wertvollen Referenzen entwickeln, denn gerade in der Gemmologie wurde mit den korrekten Bezeichnungen bisher eher willkürlich umgegangen.


Die erste Hälfte des Buches umfaßt darüberhinaus alle Fundgebiete für Naturperlen, die in detaillierter Aufteilung beschrieben werden. Dabei wird unterschieden zwischen Fundgebieten für Perlen aus Pinctada, der eigentlichen Perlmuschel und Perlen aus weiteren marinen Muscheln. Süßwasserperlen und Perlen aus Gastropoden nehmen eigene Kapitel ein. Die klassischen Fundgebiete für Perlen aus Pinctada sind, soweit sie im Indischen Ozean liegen, seit dem Altertum bekannt. Sie haben die sog.Orientperlen geliefert. Zu nennen sind der Persische Golf, das Rote Meer, die Küste Ostafrikas und die Straße von Manaar zwischen Indien und Sri Lanka. Ausführlich besprochen werden auch die Fundgebiete, die im Pazifischen Ozean und im Grenzgebiet zwischen Indischem und Pazifischem Ozean liegen. Dazu gehören der südostasiatische Raum und Australien. Die Fundgebiete in Mittelamerika bilden ein weiteres Kapitel, sie teilen sich in die Ostpazifische Zone, zu der die legendären Vorkommen von Panama und Mexiko gehören, und die Westatlantische Zone, die Venezuela und Kolumbien umfaßt. Die ersten Perlen der neuen Welt wurden von Kolumbus bereits 1498 entdeckt. Die amerikanischen Perlen oder "Okzidentperlen", wie man sie auch nannte, führten im 16. Jahrhundert zu einem neuen Perlenboom in Europa.

Perlen aus weiteren marinen Muscheln kommen im Handel kaum vor. Zu den Raritäten gehören z.B. die roten Perlen aus Pinna.

Perlen aus Archenmuscheln, Miesmuscheln, Hammermuscheln, Pecten, Dornenaustern, der Fensterscheibenmuschel, eßbaren Austern, der Riesenmuschel und der Venusmuschel treten dagegen nur als Kuriositäten auf. Die Kapitel über Süßwasserperlen teilen sich in Europa und Nordamerika. In Europa spielte ursprünglich Großbritannien, insbesondere Schottland, eine Rolle, aber auch Frankreich, Deutschland, Tschechien, Österreich, Skandinavien, Rußland u.a. Die historische und gegenwärtige Bedeutung der jetzt vom Aussterben bedrohten europäischen Süßwassermuschel Margaritifera  margaritifera wird anschaulich geschildert. Die Vorkommen in Deutschland sind heute auf Bayern, Sachsen und die Lüneburger Heide begrenzt.

Die USA erlebten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit ihren einheimischen Perlen sogar einen regelrechten Perlenrausch. Die Perlen stammten aus dem Gebiet des Mississippi und seiner Nebenflüsse, in dem bis zu 600 Muschelarten vorkommen, von denen etwa die Hälfte perlbildend auftritt. Die große Zeit der amerikanischen Flußperlen und die große Zeit der Perlmuttindustrie gehören lange der Vergangenheit an. Die Mississippi-Perlen, wie sie oft genannt werden, sind aber auf dem heutigen Naturperlenmarkt noch präsent.


Das Kapitel über Perlen aus Gastropoden umfaßt Abalone-Perlen, die aus der Meeresschnecke Haliotis stammen, Conch-Perlen aus Strombus gigas und die sog. Melo-Perlen aus der Gattung Melo, die zu den Voluten gehört.

Die genannten Perlen köpnnen astronomische Preise erzielen, und die Abbildungen im Buch zeigen einige herausragende Exemplare. Perlen aus anderen Meeresschnecken, wie z.B. Trochus, Turbo und Cassis, treten kaum auf. Verschlußdeckel von Turbo petholatus haben als sog. Maona-Perlen im Handel einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht.

Der Naturperlenteil schließt mit drei Kapiteln ab, die den chemischen und physikalischen Eigenschaften von Perlen, dem Markt der Naturperlen und berühmten Perlen und Perlenobjekten gewidmet sind. Die Verfasserin berichtdet teilweise aus eigener Anschauung.

Fast die gesamte zweite Hälfte des Buches ist den Zuchtperlen gewidmet, die heute den Perlenmarkt beherrschen. Nach einem einleitenden Kapitel, das die Anfänge schildert, werden die Zuchtperlen in systematischer Reihenfolge vorgestellt. An erster Stelle stehen die Akoya-Zuchtperlen. Darunter versteht man Zuchtperlen mit Kern aus einer kleinen Pinctada-Muschel .

Das wichtigste Zuchtgebiet über die letzten hundert Jahre hinweg ist Japan gewesen. Die Entwicklung der japanischen Zuchtperlenindustrie wird bis zur bewegten Gegenwart ausführlich beschrieben. Die japanische Perlenproduktion ist seit dem großen Muschelsterben, das 1996 begann, drastisch zurückgegangen. Kokichi Mikimoto, der Begründer der japanischen Zuchtperlenindustrie wird ausführlich gewürdigt, er verdient nach wie vor uneingeschränkte Bewunderung. Die Rolle der übrigen Beteiligten an der Erfindung des Zuchtverfahrens wird ebenfalls beschrieben. Die Erfindung geht in Wirklichkeit wahrscheinlich auf einen Engländer zurück, der Anfang 1900 in Australien Fischereikommissar war. Dem Kapitel über Akoya-Zuchtperlen, das mit umfangreichen Darstellungen zur Bewertung abschließt, folgt ein Kapitel über japanische Keshi-Zuchtperlen. Darunter versteht man zufällige, ungeplante Nebenprodukte der Akoya-Zucht.

Während Korea nur am Rande eine Rolle spielt, kann China heute fast die gleiche Produktionsmenge an Akoya-Zuchtperlen aufweisen wie Japan. Der Bereich Süßwasserzuchtperlen gliedert sich in die Abschnitte Japan (Biwa-See und Kasumigaura-See), China und Nordamerika. Den umfangreichsten Teil nimmt China ein. Die Entwicklung zum Marktgiganten während der letzten vierzig Jahre wird Jahrzehnt für Jahrzehnt aufgezeigt und die Qualitätsmerkmale der Perlen werden systematisch beschrieben.

Südsee-Zuchtperlen gliedern sich in weiße und schwarze Perlen. Den Anfängen auf den Palau-Inseln folgten Japan (Ryukyu-Inseln), Myanmar (Burma), Australien, Papua Neuguinea, Indonesien, die Philippinen, Malaysia, Thailand, China und Vietnam. Die Bewertung weißer Südsee-Zuchtperlen, die von vielerlei Kriterien abhängig ist, wird im separaten Kapitel "Marktsituation und Bewertung" dargestellt.

Unter die Zuchtgebiete für schwarze Südsee-Zuchtperlen fallen Französisch-Polynesien, die Cook-Inseln und Zuchtgebiete in Melanesien, Mikronesien und Polynesien. Die Bewertung schwarzer Südsee-Zuchtperlen wird in einem eigenen Kapitel anhand zahlreicher Abbildungen erläutert. Weitere Kapitel sind den Südsee-Keshi-Zuchtperlen, Zuchtperlen aus Mittelamerika (Mexiko u.a.Länder) und weiteren Zuchtgebieten gewidmet. Zu letzteren zählen die Persische Golf, der Sudan am Roten Meer, Indien, Sri Lanka und Vietnam.

Es folgten zusammengesetzte Zuchtschalenperlen, die in der Umgangssprache als "Mabe-Perlen" bezeichnet werden. Auch hier werden die einzelnen Länder aufgezeigt, in denen Zuchtschalenperlen in verschiedenen Perlmuscheln produziert werden.

Zuchtperlen aus Gastropoden, d.h. gezüchtete Abalone-Perlen, spielen auf dem Markt heute bereits eine Rolle. Anfänge und Entwicklung in den einzelnen Zuchtländern, wie z.B. Kanada, USA, Hawaii, Japan, Korea, Neuseeland und Australien, werden beschrieben. Nur Australien hat eine kommerzielle Bedeutung.

Der letzte Teil des Buches ist Verwechslungsmöglichkeiten und Nachahmungen und den Untersuchungsmethoden gewidmet. Zu den Nachahmungen zählen organische und andere Produkte, aber auch Imitationsperlen. Behandlungen von Perlen, zu denen verschiedene Arten künstlicher Färbung zählen, bilden den Abschluß dieses Kapitels. Es schließen sich Kapitel über die sachgemäße Pflege von Perlen, Bezeichnungsvorschriften und Nomenklaturen und Öffentlichkeitsarbeit an. Das Buch schließt mit umfangreichen Registern ab, die sich in Sachregister, Ortsregister, Zoologisches Register und Personenregister aufteilen und wertvolle Nachschlagereferenzen darstellen.

Das vorliegende Buch wird in der ingternationalen Fachpresse bereits als das neue große Buch der Perlen beschrieben und mit dem 1908 erschienen "Book of the Pearl" von Kunz und Stevenson verglichen.

Das Buch ist über das Gemmologische Institut Hamburg zu beziehen oder direkt beim Verlag.

 






ANTIKER SCHMUCK - VOM KLASSIZISMUS BIS ZUR MODERNE

Rühle-Diebener-Verlag,Stuttgart.
Dez.1997.
111 Seiten, 117 farbige Abbildungen.
ISSN-No. 0175-585-XX.
Preis: Eur 20,-

Das Buch gibt eine anschauliche Schilderung des Schmuckes von der französischen Revolution bis zum 2. Weltkrieg.

Inhalt

  • Vom Klassizismus bis zum Biedermeier
    • Französische Revolution und napoleonische Zeit
    • Restauration und Biedermeier

  • Historismus
    • Europa in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts
  • Historismus, Naturalismus und Jugendstil
    • Das ausgehende 19.Jahrhundert
  • Jahrhundertwende
  • Art déco und Moderne

     

 

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